Bewertung:

Das Buch ist eher eine Sammlung von G.K. Chestertons Überlegungen und Kommentaren zur englischen Geschichte als eine herkömmliche historische Darstellung. Es bietet einzigartige Einblicke in die sozio-politischen und spirituellen Einflüsse, die England geprägt haben, und spiegelt oft Chestertons unverwechselbaren Stil und philosophische Perspektive wider. Allerdings sollten die Leser gewarnt werden, dass es an konkreten Daten, Ereignissen und der traditionellen historischen Struktur fehlt, was für diejenigen, die eine geradlinige Geschichte suchen, eine Herausforderung darstellen kann.
Vorteile:⬤ Bietet einzigartige, zum Nachdenken anregende Einblicke in die englische Geschichte
⬤ gut redigierte und preisgünstige Ausgabe
⬤ zeigt Chestertons unverwechselbaren literarischen Stil und Humor
⬤ beleuchtet den sozio-politischen Kontext und die philosophischen Grundlagen historischer Ereignisse
⬤ wird von einigen Lesern, die mit dem Thema vertraut sind, als angenehm empfunden.
⬤ Irreführender Titel, da es sich nicht um eine traditionelle Geschichte handelt
⬤ Es fehlen spezifische Daten und Ereignisse, was es für diejenigen, die mit der englischen Geschichte nicht vertraut sind, frustrierend macht
⬤ Manche finden es schwierig oder umständlich zu lesen
⬤ Der Stil könnte für ein modernes Publikum veraltet sein
⬤ Nicht geeignet für Leser, die eine prägnante, sachliche Geschichte suchen.
(basierend auf 33 Leserbewertungen)
A Short History of England
Als G. K.
Chesterton dieses Buch schrieb, tobte noch der Erste Weltkrieg, und vielleicht als Reaktion auf diesen großen Konflikt verzichtete er auf eine "normale" Methode der Geschichtsdarstellung. Stattdessen verfolgt "Eine kurze Geschichte Englands" einen breit angelegten thematischen Ansatz und konzentriert sich auf die großen historischen Bewegungen, die Großbritannien durchzogen, und ihre Folgen für spätere Generationen.
Das Ergebnis ist eine wunderbare, charmante Darstellung seines Heimatlandes, voll von charakteristischen markigen Kommentaren und seinem typischen Witz (Heinrich VIII., so erfahren wir, "hatte fast so viel Pech mit seinen Frauen, wie sie mit ihrem Mann"). Nur wenige werden Chestertons Thesen in vollem Umfang zustimmen, aber alle werden erleuchtet und unterhalten werden und vielleicht mit George Bernard Shaw übereinstimmen, dass der Autor "zugleich der prägnanteste und der umfassendste Historiker ist, den dieses Land bisher gefunden hat.".