Bewertung:

Das Buch bietet eine Mischung aus umfangreichem Wissen und Einblicken, leidet aber unter Problemen, die mit seiner Länge und der Bearbeitung zusammenhängen. Während einige Leser es informativ und gut recherchiert fanden, fehlte es anderen an Tiefe und Spannung.
Vorteile:⬤ Informativ und kenntnisreich
⬤ enthält wertvolle Einblicke
⬤ gut recherchiert
⬤ geschätzt für die umfassende Abdeckung.
⬤ Schlecht redigiert und übermäßig lang
⬤ gefüllt mit unnötigem Inhalt und unbegründeten Meinungen
⬤ es fehlt an Spannung und Neuheit.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Empires
Obwohl Imperien die politische Entwicklung praktisch aller Staaten der modernen Welt geprägt haben, hat der Begriff „Imperialismus“ in der wissenschaftlichen Literatur kaum eine Rolle gespielt.
In diesem Buch wird versucht, das imperiale Phänomen zu erklären und seine Bedeutung als Thema in der Theorie der Weltpolitik zu etablieren. Michael Doyle ist der Ansicht, dass Imperien am besten als Beziehungen effektiver politischer Kontrolle definiert werden können, die von einigen politischen Gesellschaften - den so genannten Metropolen - über andere politische Gesellschaften - die so genannten Peripherien - ausgeübt werden.
Um eine Erklärung für die Entstehung, das Leben und den Tod von Imperien zu finden, beginnt er mit einem Überblick und einer Kritik der führenden Imperialismustheorien. Indem er die theoretische Analyse durch historische Beschreibungen ergänzt, betrachtet er Episoden aus den Lebenszyklen von Imperien in der klassischen und modernen Welt und konzentriert sich dabei auf das Ringen um Afrika im 19. Jahrhunderts.
Detailliert beschreibt er die langsame Verflechtung der peripheren Gesellschaften am Nil und am Niger mit der Großstadtmacht, das Überleben des unabhängigen Äthiopiens, Bismarcks Manipulation der imperialen Diplomatie für europäische Zwecke, den Wettlauf um den kaiserlichen Besitz in den 1880er Jahren und den raschen Untergang der imperialen Sonne. Empires kombiniert eine Sensibilität für historische Details mit einer klugen Suche nach allgemeinen Mustern und wird die Aufmerksamkeit von Sozialwissenschaftlern vieler Disziplinen auf sich ziehen.