Bewertung:

Die Rezensionen des Buches sind gemischt: Einige loben das Wissen und die Tiefe des Buches, während andere kritisieren, dass es zu lang ist und keine wesentlichen neuen Erkenntnisse enthält.
Vorteile:Das Buch ist informativ und enthält wertvolle Erkenntnisse, wie die Leser anmerken, die es für ein bedeutendes Unternehmen halten, das vor Wissen nur so strotzt.
Nachteile:Es leidet unter einem Mangel an redaktioneller Bearbeitung, wobei die Rezensenten vorschlugen, dass der Umfang des Buches deutlich reduziert werden könnte. Außerdem empfanden einige Leser den Inhalt als gewöhnlich und hatten nicht das Gefühl, dass sie neue Erkenntnisse gewonnen haben.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Empires: How the Arizona Miners' Strike of 1983 Recast Labor-Management Relations in America
Obwohl Imperien die politische Entwicklung praktisch aller Staaten der modernen Welt geprägt haben, hat der Imperialismus in der wissenschaftlichen Literatur kaum eine Rolle gespielt.
In diesem Buch wird versucht, das imperiale Phänomen zu erklären und seine Bedeutung als Thema in der Theorie der Weltpolitik zu etablieren. Michael Doyle ist der Ansicht, dass Imperien am besten als Beziehungen effektiver politischer Kontrolle definiert werden können, die von einigen politischen Gesellschaften - den so genannten Metropolen - über andere politische Gesellschaften - die so genannten Peripherien - ausgeübt werden.
Um eine Erklärung für die Entstehung, das Leben und den Tod von Imperien zu finden, beginnt er mit einem Überblick und einer Kritik der führenden Imperialismustheorien. Indem er die theoretische Analyse durch historische Beschreibungen ergänzt, betrachtet er Episoden aus den Lebenszyklen von Imperien in der klassischen und modernen Welt und konzentriert sich dabei auf das Ringen um Afrika im 19. Jahrhunderts.
Detailliert beschreibt er die langsame Verflechtung der peripheren Gesellschaften am Nil und am Niger mit der Großstadtmacht, das Überleben des unabhängigen Äthiopiens, Bismarcks Manipulation der imperialen Diplomatie für europäische Zwecke, den Wettlauf um den kaiserlichen Besitz in den 1880er Jahren und den raschen Untergang der imperialen Sonne. Empires kombiniert eine Sensibilität für historische Details mit einer klugen Suche nach allgemeinen Mustern und wird die Aufmerksamkeit von Sozialwissenschaftlern vieler Disziplinen auf sich ziehen.