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Courtesans and Opium: Romantic Illusions of the Fool of Yangzhou
In seinem Vorwort beschreibt der anonyme Autor von Kurtisanen und Opium sein Buch als einen Akt der Buße für dreißig Jahre, die er in den Bordellen von Yangzhou verbracht hat.
Seine in den 1840er Jahren geschriebene Geschichte ist voller Laster und dunkler Konsequenzen, schildert die Gefahren der zwielichtigen Schattenseiten der Stadt und warnt andere vor dem Beispiel des Narren. Kurtisanen und Opium“ ist der erste echte ‚Stadtroman‘ der chinesischen Literatur und schildert die glanzvolle Karriere einer ausschweifenden Seele, die von fesselnden Vergnügungen und romantischen Illusionen umhüllt ist.
Während gesellschaftlich akzeptierte Ehen arrangiert und oft lieblos waren, boten Bordelle den Männern vollendete Kurtisanen, die sowohl als bezaubernde Begleiterinnen als auch als sinnliche Liebhaberinnen dienten. Diese professionellen Sirenen kleideten sich nach der neuesten Mode und trieften vor Gold, Silber und Juwelen. Von klein auf wurde ihnen beigebracht, verschiedene Künste und Annehmlichkeiten zu beherrschen, was das Bordell in eine Art Club verwandelte, in dem sich die Männer trafen, Klatsch und Tratsch austauschten und in ihrer Freizeit Opium rauchten.
Die Fabel des Narren folgt fünf eingeschworenen Brüdern und ihren jeweiligen Beziehungen zu den Kurtisanen von Yangzhou und enthüllt in akuter Detailgenauigkeit den reißerischen Materialismus dieser gefährlichen Welt - ihre Gewalt und Korruption ebenso wie ihre verführerischen, aber illusorischen Versprechen. Courtesans and Opium, das noch nie ins Englische übersetzt wurde, bietet einen brillanten Einblick in die Dekadenz des Chinas des neunzehnten Jahrhunderts.