
My Secret Life: An Erotic Diary of Victorian London
Von seiner frühreifen Kindheit bis zum Ende seiner, wie er es nennt, "amourösen Karriere" zeichnet ein abenteuerlustiger viktorianischer Mann, der nur als "Walter" bekannt ist, ein atemberaubendes Fleischepos durch Hunderte von sexuellen Begegnungen mit einem oder mehreren Kindermädchen, Prostituierten, Cousinen, Schauspielerinnen, Arbeitern und Ehefrauen anderer Männer auf.
Indem er alles Sexuelle in den Bereich des Möglichen rückt, offenbart Walter "vielfältige Freuden ... normale und abnormale Launen und Fantasien", sexuelle Gewalt, Fetische - und manchmal, überraschenderweise, Liebe.
Aus seinen vielen Eskapaden lernt er eine unschätzbare Lektion: "Man kann nie zu viel über die menschliche Natur wissen. Mein geheimes Leben" schildert eine Ära notorischer Unterdrückung, in der der Anschein von Anstand streng gewahrt werden musste, und bietet einen seltenen Blick auf die verborgene Seite des viktorianischen Lebens: die Begegnungen zwischen oben und unten, wo nichts "anständig" oder verboten ist. Dieses bahnbrechende Werk, das erstmals um 1900 in London veröffentlicht wurde, beleuchtet auf neue Weise die komplexe sexuelle Dynamik einer Gesellschaft, die streng zwischen arm und reich, männlich und weiblich, sexuell und keusch unterteilt war.
In James Kincaids Kurzfassung werden Walter und seine Welt auf neue und oft überraschende Weise lebendig. Herausgegeben und mit einer Einleitung von James Kincaid und mit einem Nachwort von Paul Sawyer