Bewertung:

Das Buch ist gut geschrieben und bietet einen aufschlussreichen Überblick über das Sehen und die Farbwahrnehmung, so dass es für Sehforscher und alle, die daran interessiert sind, zu verstehen, wie wir die Welt wahrnehmen, geeignet ist. Allerdings gibt es erhebliche Kompatibilitätsprobleme mit der Kindle-Ausgabe für Android- und Windows-8-Nutzer, und der physische Zustand von Leihexemplaren kann unbefriedigend sein.
Vorteile:Hervorragend geschrieben, informativ und gut referenziert, gut für Sehforscher, effektive Einführung in die Komplexität des Sehens auf mittlerem Niveau.
Nachteile:Kindle-Ausgabe ist nicht kompatibel mit Android und Windows 8, einige physische Exemplare sind in schlechtem Zustand, weil sie ausgeliehen wurden, enttäuscht, dass nur ein kleiner Teil dem Farbsehen gewidmet ist.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Vision: How We Perceive the World
Eine fesselnde Einführung in die Wissenschaft des Sehens, die eine kohärente Darstellung des Sehens auf der Grundlage allgemeiner Prinzipien der Informationsverarbeitung bietet
In dieser leicht zugänglichen und fesselnden Einführung in die moderne Wissenschaft des Sehens nutzt James Stone visuelle Täuschungen, um zu erforschen, wie das Gehirn die Welt sieht. Um das Sehen zu verstehen, so argumentiert Stone, muss man nicht nur wissen, welche Neuronen auf bestimmte visuelle Merkmale reagieren, sondern benötigt auch eine rechnerische Theorie des Sehens. Stone führt die Ergebnisse von David Marrs Computational Framework, Barlows Hypothese der effizienten Kodierung, Bayes'scher Inferenz, Shannons Informationstheorie und Signalverarbeitung zusammen, um eine kohärente Darstellung des Sehens zu konstruieren, die nicht nur erklärt, wie das Gehirn durch bestimmte visuelle Täuschungen getäuscht wird, sondern auch, warum jedes biologische oder computergestützte Sehsystem ebenfalls durch diese Täuschungen getäuscht werden sollte.
Dieser kurze Text enthält Kapitel über das Auge und seine Entwicklung, darüber, wie und warum visuelle Neuronen verschiedener Spezies das Netzhautbild auf die gleiche Weise kodieren, wie die Informationstheorie Farbnacheffekte erklärt, wie verschiedene visuelle Hinweise Tiefeninformationen liefern, wie die unvollkommenen visuellen Informationen, die Auge und Gehirn empfangen, durch Bayes'sche Schlussfolgerungen gerettet werden können, wie verschiedene Gehirnregionen visuelle Informationen verarbeiten und welche bizarren Wahrnehmungsfolgen sich aus einer Schädigung dieser Gehirnregionen ergeben. Der didaktische Stil betont die wichtigsten konzeptionellen Erkenntnisse und weniger die mathematischen Details, so dass das Buch auch für Nicht-Wissenschaftler zugänglich ist und sich für ein Grundstudium oder ein Aufbaustudium eignet.