Bewertung:

Die Rezensionen zum Rolandslied unterstreichen seinen Status als wesentliches Werk der abendländischen Literatur mit einer reichen Geschichte, obwohl die Reaktionen auf die verschiedenen Übersetzungen und ihre Lesbarkeit sehr unterschiedlich ausfallen. Während viele die Themen Tapferkeit und Ehre des Epos fesselnd finden, äußern sich die Leser auch frustriert über die archaische Sprache und die schwierigen Übersetzungen, was zu gemischten Meinungen führt.
Vorteile:⬤ Es gilt als ein Klassiker der westlichen Literatur und ist ein Muss.
⬤ Fesselnde Themen wie Tapferkeit, Ehre und Handeln.
⬤ Das Gedicht ist relativ kurz und daher auch für Schüler zugänglich.
⬤ Einige Übersetzungen werden für ihre poetische Qualität und ihren Rhythmus gelobt.
⬤ Reich an historischem Kontext und Einblick in mittelalterliche Werte.
⬤ Viele Übersetzungen werden kritisiert, weil sie aufgrund der archaischen Sprache schwer zu lesen sind.
⬤ Einige Ausgaben leiden unter Formatierungsproblemen, insbesondere bei Kindle-Versionen.
⬤ Die Geschichte enthält viele Figuren, was verwirrend sein kann.
⬤ Sich wiederholende Phrasen und langatmige Charakternamen beeinträchtigen das Leseerlebnis für manche Leser.
⬤ Manche finden die Darstellung von Konflikten und Gewalt in dem Gedicht beunruhigend und werfen moralische Fragen auf.
(basierend auf 47 Leserbewertungen)
Nach Jahren erbitterter Kämpfe steht das Heer von Kaiser Karl dem Großen endlich kurz vor dem Sieg über die Sarazenen in Spanien.
Nachdem er seinen Stiefvater Ganelon für die gefährliche Aufgabe vorgeschlagen hat, als Karls Gesandter bei den Verhandlungen über die Kapitulation des Sarazenenkönigs Marsile zu dienen, bekommt Graf Roland einen Vorgeschmack auf seine eigene Medizin, als Ganelon ihm vorschlägt, die Nachhut des Heeres auf dem schwierigen Rückweg über die Gebirgspässe nach Frankreich anzuführen, nachdem der Frieden gesichert ist. Doch die Streitkräfte von Marsile sammeln sich, und Roland ahnt nicht, wie tief Ganelons Verrat ist.
Das Rolandslied wurde vermutlich etwa drei Jahrhunderte nach den darin beschriebenen Ereignissen geschrieben und ist das früheste und beste Beispiel für die französischen Chansons de geste - Versepen, die Heldentaten feierten und von wandernden Spielleuten gesungen oder vorgetragen wurden. Diese glänzende Neuübersetzung von Anthony Mortimer, die hier zusammen mit dem anglo-normannischen Original in französischer Sprache vorliegt, bietet dem modernen Leser sowohl eine fesselnde Erzählung als auch einen überzeugenden Einblick in das mittelalterliche Wertesystem.