Bewertung:

G.K. Chestertons „Was ist nur los mit der Welt?“ ist eine Sammlung von Essays, die sich mit gesellschaftlichen Themen des frühen 20. Jahrhunderts befassen, von denen viele auch heute noch aktuell sind. Das Buch vereint Humor, Witz und aufschlussreiche Kritik an Kapitalismus, Sozialismus und dem soziopolitischen Klima und ist damit sowohl zum Nachdenken anregend als auch relevant. Der veraltete Schreibstil und einige überholte Ansichten, insbesondere über Geschlechterrollen, können jedoch für moderne Leser abschreckend wirken.
Vorteile:⬤ Voller witziger Kommentare und echter Liebe zur Menschheit.
⬤ Bietet relevante Einblicke in zeitgenössische soziale Themen, die an frühere Probleme erinnern.
⬤ Fesselnder Schreibstil mit einprägsamen Wendungen und Sätzen.
⬤ Bietet Denkanstöße zur Rolle der Familie, zu Eigentumsrechten und zur Würde des Einzelnen.
⬤ Obwohl das Buch über ein Jahrhundert alt ist, enthält es grundlegende Gedanken, die in den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskussionen nachhallen.
⬤ Der Schreibstil von 1910 könnte für moderne Leser schwer verdaulich sein.
⬤ Einige Ansichten, vor allem in Bezug auf Frauen und Geschlechterrollen, werden als veraltet oder zu vereinfacht angesehen.
⬤ Verweise können für heutige Leser unverständlich sein, so dass es schwierig ist, bestimmten Argumenten zu folgen.
⬤ Bestimmte Aussagen können aus heutiger Sicht sexistisch oder herablassend erscheinen.
⬤ Die Gliederung könnte als nicht linear oder verworren angesehen werden, was einige Leser verwirren könnte.
(basierend auf 161 Leserbewertungen)
What's Wrong with the World
Chestertons berühmte Antwort auf die Frage der "London Times": "Was ist falsch an der Welt? ' (er antwortete: "Ich bin es"), verbarg das tiefe Interesse des großen Autors an den sozialen Problemen der Menschheit.
Er machte sich die Frage schließlich als Titel eines neuen Buches zu eigen - eine Polemik gegen die seiner Ansicht nach unermüdliche Tendenz der Menschheit, die Symptome eines Problems mit der eigentlichen Ursache des Dilemmas zu verwechseln und dadurch das Problem noch weiter zu verschärfen. Chesterton wurde als "Apostel des gesunden Menschenverstands" bezeichnet, und er wendet sich mit seinen scharfen Gedanken und seinem trockenen Witz einer Reihe von Themen zu, darunter die vorherrschenden Einstellungen zu Sex, Feminismus und Bildung, die seiner Meinung nach die westliche Gesellschaft letztlich korrumpieren und zerstören würden.
Das Ergebnis ist ein Buch, das, obwohl es vor mehr als einem Jahrhundert geschrieben wurde, als scharfe Kritik an der modernen Kultur daherkommt - eine schockierend zeitgemäße und verblüffend zutreffende Einschätzung der heutigen sozialen Probleme.