Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
Like Cats and Dogs: Contesting the Mu Koan in Zen Buddhism
Koans sind Dialoge, die im Zentrum der zen-buddhistischen Literatur stehen und oft verwendet werden, um den „großen Zweifel“ zu provozieren und den Fortschritt eines Schülers zu prüfen. Das Mu-Koan besteht aus einem kurzen Gespräch, in dem ein Mönch Meister Zhaozhou fragt, ob ein Hund die Buddha-Natur besitzt oder nicht.
Der Hauptversion zufolge lautet die Antwort „Mu“, was wörtlich „Nein“ bedeutet, aber den philosophischen Begriff des Nichts impliziert. Dieser Fall gilt weithin als die bekannteste und am weitesten verbreitete Koan-Aufzeichnung der Zen-Schule, die eine existenzielle Befreiung von der Angst bietet, spirituelle Erleuchtung zu erlangen. In einer sorgfältigen Analyse der historischen und rhetorischen Grundlagen der Literatur zeigt Steven Heine, dass die von den Verfechtern des Schlüsselsatzansatzes bevorzugte Mu-Version des Falles keineswegs das letzte Wort über Sinn und Bedeutung des Mu-Koans darstellt.
Er zeigt, dass eine andere kanonische Version, die sowohl „Ja“- als auch „Nein“-Antworten gibt, in Betracht gezogen werden muss. Like Cats and Dogs bietet einen kritischen Einblick und eine neue theoretische Perspektive auf „das Koan der Koans“.