
Reconciling Ancient and Modern Philosophies of History
Die Unterscheidung zwischen antiken und modernen Formen des historischen Denkens ist durch die wachsende Komplexität der Geschichtswissenschaft in der Moderne gekennzeichnet.
Folglich wird der erkenntnistheoretische und methodische Standard der antiken Geschichtsschreibung in der Regel als minderwertig gegenüber dem modernen Ideal angesehen. Das vorliegende Buch dient dazu, dieses offensichtliche Defizit zu beheben.
Es verfolgt einen dreifachen Zweck. Erstens zielt es darauf ab, den antiken Formen des historischen und historiographischen Denkens in ihrem eigenen Horizont zu begegnen. Zweitens geht es um die Möglichkeit eines Dialogs zwischen antiker und moderner Geschichtsphilosophie, um den Einfluss des antiken Geschichtsdenkens auf die Entwicklung der modernen Geschichtsphilosophie und den Nutzen der modernen Geschichtsphilosophie für die Interpretation der antiken Historiographie.
Drittens untersucht dieses Buch die Kontinuitäten und Diskontinuitäten in der historischen Methode und im historischen Denken von der Antike bis zur Neuzeit. Letztlich zeigt dieser Band die Notwendigkeit auf, unsere Annahmen über das Verhältnis von antikem und modernem Geschichtsdenken neu zu bewerten, und legt den Grundstein für einen fruchtbareren Dialog in der Zukunft.