Bewertung:

Die Rezensionen heben Steiners „Das Michaelsgeheimnis“ als ein tiefgründiges und entscheidendes Werk hervor, das zentrale spirituelle Realitäten und die Beziehung zwischen der Menschheit und dem Göttlichen anspricht. Das Buch gilt als Höhepunkt von Steiners Lebenswerk, das tiefe Einsichten über Christus, intuitives Denken und persönliche Verantwortung vermittelt. Es ist sowohl herausfordernd als auch wirkungsvoll und fordert die Leser auf, sich auf ihre eigene spirituelle Reise einzulassen.
Vorteile:Das Buch ist zutiefst aufschlussreich, regt zum Nachdenken an und präsentiert eine einzigartige Perspektive auf Spiritualität. Es betont wirksam die persönliche Verantwortung und ermutigt die Leser, Christus und das Göttliche in sich selbst zu erfahren. Obwohl Steiners Schrift anfangs komplex ist, bietet sie schließlich tiefgreifende Offenbarungen über die menschliche Existenz und spirituelle Erfahrungen. Man schätzt die künstlerische und philosophische Tiefe des Textes und vergleicht ihn mit der Schönheit der menschlichen Form und des menschlichen Potentials.
Nachteile:Steiners Texte können bisweilen als trocken und schwer verständlich empfunden werden, was für manche Leser ein Hindernis darstellen kann. Die Notwendigkeit der Selbstreflexion und des eigenständigen Denkens kann das Material auch für diejenigen zur Herausforderung machen, die eine einfache Anleitung erwarten. Insgesamt kann der Reichtum des Buches erhebliche Anstrengungen erfordern, um seine Konzepte vollständig zu erfassen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
The Michael Mystery
Von der Gründungsversammlung der Anthroposophischen Gesellschaft (Dornach, Weihnachten bis Neujahr 1923/24) bis zu seinem Tod kurz vor Ostern 1925 schrieb Rudolf Steiner wöchentlich einen Brief an die Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft. Die Briefe wurden in der Mitgliederbeilage der Goetheanum-Wochenschrift und in deren englischer Ausgabe, Anthroposophical Movement, abgedruckt.
Das vorliegende Buch ist der zweite von zwei Bänden. In den früheren Briefen geht es um den Charakter und die Ziele der Anthroposophischen Gesellschaft und um die sozialen Aufgaben, die sich in der anthroposophischen Bewegung stellen. Sie befassen sich mit den Problemen des gemeinsamen Studiums der Geisteswissenschaft (Anthroposophie) und ihrer Darstellung in der Welt und setzen sie in Beziehung zur herrschenden Wissenschaft und Zivilisation der damaligen Zeit.
Mit Ausnahme der ersten beiden (die im August 1924 während seines Aufenthalts in England entstanden) wurden die Briefe in diesem Band von Rudolf Steiner während seiner letzten Krankheit vom Krankenbett aus geschrieben. In diesen letzten sechs Monaten seines Lebens kamen die Briefe - immer in den sehr frühen Morgenstunden geschrieben - mit untrüglicher Regelmäßigkeit. Der letzte dieser Briefe wurde zwei Wochen nach seinem Tod gedruckt. Diese Briefe bilden eine fortlaufende Serie und erhielten den passenden Sammeltitel Das Michael-Mysterium. Als solche bilden sie eine unschätzbare Ergänzung zu den grundlegenden Werken des großen Lehrers über die Geisteswissenschaft.
Der vorliegende Band ist eine überarbeitete Ausgabe der ursprünglich von der verstorbenen Mrs. E. Bowen-Wedgwood angefertigten Übersetzung, die erstmals 1930 und erneut 1933 als Buch veröffentlicht wurde.