
Thinking the Re-Thinking of the World
Da viel zu viele intellektuelle Geschichten und theoretische Beiträge aus dem "globalen Süden" noch zu wenig erforscht sind, trägt dieser Band dazu bei, dieses Ungleichgewicht auszugleichen. Erfahrene Autorinnen und Autoren aus den betreffenden Regionen, aus verschiedenen Disziplinen und mit einem Fokus auf unterschiedliche historische Zeiträume skizzieren ihre Perspektiven der angestrebten Transformationen. Dazu gehören spezifische Fallstudien und reflexive Berichte aus dem afrikanischen, südasiatischen und nahöstlichen Kontext. Die Autoren nehmen eine kritische Haltung gegenüber der anhaltenden Dominanz des Eurozentrismus in der Wissenschaft ein und stellen ihre Beiträge in Bezug zu aktuellen dekolonialen Herausforderungen.
Dabei berücksichtigen sie intellektuelle, praktische und strukturelle Aspekte und Dimensionen, um ihre jeweiligen Positionen zu markieren und aufzubauen. Von ihren jeweiligen Standpunkten des (trans)disziplinären und transregionalen Engagements aus skizzieren sie mögliche Wege, um die unvollendete Aufgabe der konzeptionellen Dekolonisierung anzugehen. Die spezifischen individuellen Positionen der Autoren, die durch den Standort und die regionale Perspektive ebenso geprägt sind wie durch disziplinäre, biografische, sprachliche, religiöse und andere Aspekte, werden dabei im Blick behalten. Ausgehend von ihren bedeutenden Erfahrungen und Einsichten, die sie sowohl im globalen Norden als auch im globalen Süden gewonnen haben, bieten die Autoren originelle und innovative Modelle des Engagements und Theorierahmens an, die darauf abzielen, intellektuelle Praktiken aus bestimmten Regionen und transregionalen Kontexten in Afrika, Südasien und dem Nahen Osten wiederherzustellen und sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen.
Dieser Band baut auf einer Vortragsreihe auf, die im Winter 2019-2020 am ZMO stattfindet.