
The Politics of Housing in (Post-)Colonial Africa
Wohnen ist wichtig, egal wann und wo. Dieser Band mit gesammelten Aufsätzen über das Wohnen im kolonialen und postkolonialen Afrika versucht, das Wie und das Warum zu ergründen.
Wohnen ist viel mehr als eine alltägliche Praxis. Sie entfaltet sich in ihren unterschiedlichen Dimensionen von Zeit, Raum und Handlung. Je nach Kontext erhält es unterschiedliche, oft ambivalente Bedeutungen. Wohnen kann ein Versprechen sein, ein unerfüllter Traum, ein Instrument der Selbst- und Klassenbehauptung, ein Verhandlungsprozess oder ein Mittel, um andere Ziele zu erreichen. Unser Schwerpunkt liegt auf der Analyse des Wohnens in seiner Vielschichtigkeit, sei es als Objektiv, das Einblicke in komplexe Prozesse bietet, die Gesellschaften formen; sei es als Instrument des Imperiums, um die privaten Beziehungen der Bewohner zu kontrollieren; oder sei es als Mittel, um gute, gehorsame und produktive Bürger zu schaffen.
Die Beiträge in diesem Band stammen aus den Bereichen Geschichte, Architektur und Stadtplanung, Afrikanistik, Linguistik und Literatur. Die einzelnen Fallstudien gehen auf spezifische Aspekte und Dimensionen des Wohnens ein und versuchen, diese miteinander in Dialog zu bringen. Damit will der Band einen Beitrag zur lebendigen wissenschaftlichen Debatte über die Erforschung urbaner Praktiken und ihrer Bedeutung für den aktuellen gesellschaftlichen Wandel leisten.