
Grammar - Discourse - Context
Dieser Sammelband versammelt ein breites Spektrum internationaler Linguisten, die sich mit diachronem Sprachwandel befassen und einen besonderen Schwerpunkt auf die Geschichte des Englischen legen. Sie arbeiten in einem gebrauchsbasierten Rahmen und untersuchen Prozesse des grammatischen Wandels im Kontext.
Obwohl die gebrauchsbasierte Linguistik die zentrale Bedeutung des Diskurskontextes für den Sprachgebrauch und die Kognition hervorhebt, wurde diese Erkenntnis nicht vollständig in die Untersuchung von Prozessen der grammatischen Variation und des Wandels integriert. Das strukturalistische Erbe sowie korpuslinguistische Methoden haben dekontextualisierte analytische Perspektiven auf zeitgenössische und historische Sprachdaten und auf die Mechanismen und Prozesse, die grammatikalische Variation und Veränderung steuern, bevorzugt.
Die Beiträge dieses Bandes nehmen die Herausforderung der Kontextualisierung bei der Untersuchung grammatischer Variation und Veränderung in verschiedenen Phasen der englischen Sprachgeschichte aus unterschiedlichen Perspektiven an und diskutieren zentrale theoretische Begriffe wie gradierbare Grammatikalität, Motivation bei Hypervariation und Hypercharakterisierung. Das Buch richtet sich an Studenten und Linguisten, die auf dem Gebiet der diachronen und variativen Linguistik und der englischen Sprachgeschichte arbeiten.