
Comic Invective in Ancient Greek and Roman Oratory
Dieser Band würdigt die zentrale Rolle der komischen Invektive in einer Reihe von oratorischen Institutionen (vor allem in der Gerichtsverhandlung und in der symbolischen Rede) und möchte das Wissen und das Verständnis dafür verbessern, wie diese Technik in solchen Kontexten der griechischen und römischen Redekunst eingesetzt wird. Trotz der wichtigen wissenschaftlichen Arbeit, die zur Erörterung der Muster der Verwendung von Invektiven in griechischen und römischen Texten und Kontexten geleistet wurde, gibt es immer noch bemerkenswerte Lücken in unserem Wissen zu diesem Thema.
Die Einleitung und die zwölf Kapitel dieses Bandes befassen sich mit einigen wenig untersuchten gattungsübergreifenden und interdisziplinären Themen: Erstens die Art und Weise, wie die komische Invektive in der Redekunst auf die Komödie und andere Gattungen zurückgreift bzw. wie diese literarischen Gattungen von der Theorie und Praxis der Redekunst sowie von den zeitgenössischen soziopolitischen Umständen beeinflusst werden, wenn es um die Formulierung der komischen Invektive und die Ansprache prominenter Personen geht; zweitens die Art und Weise, wie die komische Invektive Beziehungen aufrechterhält und Überzeugungsarbeit durch Einigkeit und Spaltung leistet; Drittens, wie sie mit Sexualität, dem menschlichen Körper und der männlichen/weiblichen Physiologie zusammenhängt; viertens, welche Auswirkungen generische Dichotomien, wie z.
B. öffentlich-privat und Verteidigung-Anklage, auf die Verwendung der komischen Invektive haben können; und fünftens, welche Grenzen ihrer Verwendung in Abhängigkeit von den Ehr- und Anstandskodizes im alten Griechenland und Rom bestehen.