
Dieser Band untersucht und hinterfragt bestimmte allgemein verbreitete Annahmen über Schrift und technologischen Fortschritt in der islamischen Tradition. Insbesondere wird die Vorstellung in Frage gestellt, dass der mechanische Druck die handschriftlichen Texte auf natürliche Weise und unweigerlich verdrängt, sowie die Vorstellung, dass der so genannte Übergang vom Manuskript zum Druck unidirektional ist.
Tatsächlich handelt es sich nicht um unterschiedliche Technologien, die sich in einer fortschreitenden Reihe entwickeln (eine folgt auf die andere), sondern sie existieren häufig in komplexen und komplementären Beziehungen nebeneinander - Beziehungen, die wir erst jetzt zu erkennen und zu erforschen beginnen. Das Buch versammelt Aufsätze international anerkannter Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen (u. a.
Philologie, Linguistik, Religionswissenschaft, Geschichte, Anthropologie und Typografie), die sich mit dem geschriebenen Wort als sozialem und kulturellem Phänomen innerhalb der islamischen Tradition befassen, das durch verschiedene Medien kanalisiert wird. Diese Aufsätze fördern systematische Ansätze zur Untersuchung islamischer Schriftkulturen im Allgemeinen, um unser Verständnis der sozialen, kulturellen und intellektuellen Beziehungen zwischen Manuskripten, gedruckten Texten und den Menschen, die sie verwenden und schaffen, zu verbessern.