
Der Platz (oder die Abwesenheit) Gottes in Nietzsches Denken bleibt zentral und umstritten. Nietzsches Ausruf vom „Tod Gottes“ ist einer der berühmtesten (und parodiertesten) Slogans der modernen Philosophie. Er scheint den Verlust des religiösen Glaubens im 19. Jahrhundert in der Behauptung zusammenzufassen, dass sich Gott „als unsere älteste Lüge erwiesen hat“, und doch ist die Natur von Nietzsches eigener „Theologie“ alles andere als klar.
Dieser Band setzt sich mit Nietzsches Argumenten über Gott, Theologie und Religion auseinander. Der Band erweitert die Diskussion um eine Auseinandersetzung Nietzsches mit alternativen Gottesmodellen, mit den antiken griechischen Religionen und mit Diskussionen über Vielfalt (Ethnie, Klasse, Geschlecht, Sex) in Abgrenzung zur Religion.
Die Kapitel untersuchen Nietzsches Genealogie der Religion und seine Behauptungen über den Platz von Gott und Theologie in der Geschichte des westlichen Denkens („der Glaube der Christen, der auch Platons Glaube war“), sowie seine Auseinandersetzung mit alternativen Gottesvorstellungen.
Der Band untersucht auch die historische und zeitgenössische Rezeption von Nietzsches Argumenten über Gott durch religiöse und nicht-religiöse Denker und fragt, inwieweit Nietzsches Philosophie Gottes zu den Herausforderungen der heutigen globalisierten Philosophie und Religion spricht.