
In Amerika zeugen heute sowohl indigene als auch postkoloniale Sprachen von den massiven Veränderungen, die seit der Kolonialzeit stattgefunden haben. Ein einheitlicher Ansatz für Sprachen aus verschiedenen kolonialen Gebieten steht jedoch noch aus.
Der vorliegende Band untersucht postkoloniale Varietäten, die aufgrund veränderter linguistischer und soziolinguistischer Bedingungen in verschiedenen Gebieten Amerikas entstanden sind. Die Studien befassen sich mit indigenen Sprachen, die aufgrund der Anwesenheit von Kolonialsprachen lexikalische und grammatikalische Veränderungen durchlaufen, sowie mit der Entstehung neuer Dialekte und Kreolsprachen durch den Kontakt. Die Beiträge zeigen die Vielfalt der Ansätze, die sich mit grundlegenden Fragen zu den durch den Sprachkontakt ausgelösten Prozessen befassen, sowie das breite Spektrum der Ergebnisse, die der Kontakt in postkolonialen Kontexten hervorgebracht hat.
Der Band trägt zur Dokumentation der linguistischen Eigenschaften postkolonialer Sprachvarietäten in einem sozio-historisch informierten Rahmen bei. Er erforscht die komplexe Dynamik außersprachlicher Faktoren, die den Sprachwandel in diesen Varietäten ausgelöst haben, und trägt zu einem besseren Verständnis der Faktoren bei, die für die Entstehung und Entwicklung solcher Codes ausschlaggebend sind.