
Rhetoric and Religion in Ancient Greece and Rome
Es ist vielleicht eine Binsenweisheit, dass Religion und Rhetorik in der griechischen und römischen Antike eng miteinander verwoben waren.
Religion ist eingebettet in sozio-politische, rechtliche und kulturelle Institutionen und Strukturen, wird aber auch von ihnen beeinflusst oder sogar bestimmt. Rhetorik dient dazu, sich an das Göttliche zu wenden, die Götter anzurufen, über das Heilige zu sprechen, Frömmigkeit auszudrücken und die Bedeutung von Hymnen, Eiden, Gebeten, Orakeln und anderen religiösen Angelegenheiten und Vorgängen zu artikulieren, zu rezitieren oder zu erklären.
Die 13 Beiträge dieses Bandes befassen sich mit Themen und Fragestellungen, die den engen Zusammenhang zwischen Religion und Rhetorik vor allem, aber nicht ausschließlich, in der griechischen und römischen Antike beschreiben. Sie bieten neue, interdisziplinäre Einblicke in eine Vielzahl von Aspekten, von der Identitätskonstruktion und -darstellung über rechtliche und politische Praktiken bis hin zu einem breiten analytischen Ansatz für transkulturelle rituelle Bräuche. Der Band bietet auch aufschlussreiche Einblicke in orientalische (z.
B. ägyptische magische) Texte und christliche Literatur.