Bewertung:

Tess of the D'Urbervilles von Thomas Hardy ist eine ergreifende und tragische Geschichte, die sich mit den Themen Reinheit, Klasse und den Auswirkungen gesellschaftlicher Normen auf das Leben von Frauen beschäftigt. Die Geschichte handelt von Tess, einer schönen jungen Frau, die aufgrund von Umständen, die sich ihrer Kontrolle entziehen, enormes Leid erfährt und die Ungerechtigkeiten aufzeigt, denen Frauen in einer patriarchalischen Gesellschaft ausgesetzt sind.
Vorteile:Das Buch wird für seine exquisite Prosa, seine emotionale Tiefe und die Komplexität seiner Figuren gelobt. Viele Rezensenten hoben Hardys meisterhafte Erzählweise und seine Fähigkeit hervor, ein tiefes Gefühl der Empathie für Tess zu wecken. Die anschaulichen Beschreibungen der Schauplätze und die Auseinandersetzung mit sozialen Themen wurden ebenfalls als starke Elemente der Erzählung anerkannt.
Nachteile:Kritiker wiesen auf das ständige Elend und die Frustration hin, die in der Geschichte dargestellt werden, was darauf hindeutet, dass die Lektüre aufgrund ihres tragischen Charakters kein Vergnügen ist. Einige empfanden Hardys Sprache als archaisch und anspruchsvoll, so dass es schwierig war, ihr zu folgen. Außerdem kann die schonungslose Darstellung des Leidens von Tess und der schlechten Behandlung von Frauen für manche Leser ziemlich schwer und erschütternd sein.
(basierend auf 1694 Leserbewertungen)
Tess of the d'Urbervilles
Der nichtsnutzige Vater einer hungernden Brut entdeckt plötzlich eine familiäre Verbindung zur Aristokratie, und sein selbstsüchtiger Plan, aus deren Reichtum Kapital zu schlagen, setzt ein verhängnisvolles Komplott in Gang. Jack Durbeyfield schickt seine zarte Tochter Tess in das Haus ihrer adligen Verwandten, weil er sich eine lukrative Heirat zwischen dem hübschen Mädchen und einem adligen Cousin verspricht. Die unschuldige Tess findet den Weg des Anwesens d'Urberville gepflastert mit Ruinen in dieser fesselnden Geschichte über die Unausweichlichkeit des Schicksals und die tragische Natur der Existenz.
Unter dem Titel A Pure Woman Faithfully Presented erschien Thomas Hardys einfühlsames Porträt der Zerstörung einer tadellosen jungen Frau erstmals 1891. Die kraftvolle Anklage gegen die viktorianische Heuchelei, der unkonventionelle Fokus auf die ländliche Unterschicht und die direkte Behandlung von Sexualität und Religion lösten einen heftigen öffentlichen Aufschrei aus. Tess of the D'Ubervilles ist Hardys vorletzter Roman; der Druck der Kritik veranlasste den Autor kurz darauf, das Genre zugunsten der Poesie aufzugeben. Wie seine fiktive Heldin wurde auch der Künstler Opfer eines rigiden, repressiven Moralkodex.
Heute gilt Tess als Hardys Meisterwerk, das alle zutiefst bewegenden Elemente der dunklen Vision seines Schöpfers verkörpert. Kein Blick auf die Belletristik des 19. Jahrhunderts ist vollständig ohne die Betrachtung dieser fesselnden Erzählung, die jetzt in einer preiswerten und hochwertigen Ausgabe erhältlich ist.