
Theatermania in Eighteenth-Century Europe
Der Gruppenband zeichnet sich durch seinen multidisziplinären, vergleichenden Ansatz und durch das Beziehungsgeflecht aus, das er zwischen den verschiedenen europäischen Sprachen und Kulturen knüpft. Die Studie nimmt aus verschiedenen Blickwinkeln und in unterschiedlichen Kontexten Gestalt an, um eine detaillierte historisch-konzeptionelle Karte der grundlegenden Rolle zu zeichnen, die das Theater bei der Herausbildung des modernen europäischen Bewusstseins spielte.
Der thematische Kern der „Theatermania“ lag in der authentischen Theaterleidenschaft, die sich im 18. Jahrhundert von Land zu Land auf unterschiedliche Weise manifestierte. Der ästhetische, soziale und politische Wert des Theaters nahm zwar verschiedene Formen an, sein zentrales Merkmal war jedoch der privilegierte Platz, den es kollektiven und individuellen sozialen Revolutionen einräumte, Phänomenen, die als Umwälzungen der kollektiven Vorstellungskraft definiert werden können, die im Theater eine Quelle der Nahrung, Vermittlung oder Kontrolle fanden.
Der Band bietet nicht nur eine Reihe von historisch-theatralischen Studien, sondern eine Sicht der Geschichte, die die Leidenschaften in den Vordergrund stellt, die das Theater regelmäßig entfachte. Er fügt dem Profil des Jahrhunderts, das die Rolle und Bedeutung des Theaters neu definierte und zu seiner vollständigen Neubewertung im Zeitalter der Romantik führte, ein wesentliches Merkmal hinzu.