Bewertung:

Washington Square, eine Novelle von Henry James, dreht sich um die komplexen Beziehungen zwischen Catherine Sloper, ihrem missbilligenden Vater Dr. Sloper und dem Glücksritter Morris Townsend. Während einige Leser die Tiefe der Charakterentwicklung und den Schreibstil von James zu schätzen wissen, finden andere die Novelle dicht und uninteressant. Vergleiche mit der Verfilmung The Heiress zeigen, dass die Charaktere unterschiedlich nuanciert und die Handlung unterschiedlich zufriedenstellend ist.
Vorteile:Die Leser loben die Entwicklung der Charaktere, die Reichhaltigkeit der Erzählung und James' einfühlsamen und intelligenten Schreibstil. Viele merkten an, dass das Buch im Vergleich zur Verfilmung eine tiefere Erkundung der Themen bietet. Es wird auch als gute Einführung in Henry James für neue Leser angesehen, da es zugänglicher ist als seine längeren Werke.
Nachteile:Kritiker heben den dichten und wortreichen Schreibstil des Buches hervor, der zu einem ermüdenden Leseerlebnis führen kann. Einige waren der Meinung, dass es den Charakteren an ausreichender Tiefe fehlte oder dass die Geschichte nur langsam voranschritt, was zu Unzufriedenheit mit dem Gesamtverlauf der Erzählung führte. Darüber hinaus äußerten Fans der Verfilmung, dass die emotionale Resonanz und die dramatische Wirkung des Buches geringer seien als die des Films.
(basierend auf 342 Leserbewertungen)
Dieser berühmte Roman spielt im New York der 1840er Jahre und erzählt die Geschichte von Catherine Sloper, der sanftmütigen und liebevollen Tochter eines wohlhabenden Arztes, die für ein Leben als Jungfer mit nur der Gesellschaft ihres sardonischen Vaters und ihrer törichten Tante bestimmt zu sein scheint. Als ein attraktiver Verehrer auf sie aufmerksam wird und sich die schlichte und unscheinbare Catherine in ihn verliebt, ist die Bühne frei für einen Kampf der Gegensätze zwischen Catherine und ihrem angebeteten Vater.
Dr. Sloper ist enttäuscht von der Oberflächlichkeit und Perspektivlosigkeit seines zukünftigen Schwiegersohns und verdächtigt ihn stark, auf der Jagd nach Geld zu sein. Er droht Catherine mit der Enterbung und zwingt sie, sich zwischen Vater und Liebhaber zu entscheiden.
Im Verlauf der Geschichte erkundet James mit scharfem psychologischem Gespür und meisterhaftem erzählerischem Geschick die moralischen Folgen der gefühllosen Ausnutzung von Vertrauen und der rücksichtslosen Manipulation eines zarten Herzens. Obwohl diese denkwürdige Geschichte in der untergegangenen Welt des New York des 19.
Jahrhunderts spielt, sind die zugrunde liegenden Themen und moralischen Bedenken zeitlos und universell. Studenten und andere Liebhaber großer Literatur werden diese preiswerte Ausgabe eines der großen amerikanischen Romane zu schätzen wissen.