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Science in the Archives: Pasts, Presents, Futures
Bei Archiven denkt man an Räume, die mit alten Papieren und verstaubten Artefakten gefüllt sind.
Doch für Wissenschaftler kann der Abfall der Vergangenheit eine Fundgrube für Material sein, das für die gegenwärtige und künftige Forschung von entscheidender Bedeutung ist: Fossilien, die von Geologen gesammelt werden; Datenbanken, die von Genetikern zusammengestellt werden; Wettertagebücher, die von Klimaforschern durchforstet werden; Bibliotheken, die von Historikern besucht werden. Dies sind die lebenswichtigen Sammlungen, die über Jahrzehnte, Jahrhunderte und sogar Jahrtausende hinweg zusammengetragen und gepflegt wurden und die die Wissenschaften in den Archiven definieren.
Mit Science in the Archives bieten Lorraine Daston und ihre Co-Autoren die erste Studie über die wichtige Rolle, die diese Archive in den Natur- und Geisteswissenschaften spielen. Die Autoren behandeln Episoden aus der Geschichte der Astronomie, der Geologie, der Genetik, der Philologie, der Klimatologie, der Medizin und anderer Wissenschaften sowie grundlegende Praktiken wie das Sammeln, das Wiederauffinden und das Data Mining, die sich über verschiedene Disziplinen und Jahrhunderte erstrecken. Die Kapitel reichen von der Doxologie in der griechisch-römischen Antike bis zu den Überwachungstechniken der NSA im einundzwanzigsten Jahrhundert.
Jahrhundert. Dieser Band, der die Praktiken, die Politik, die Ökonomie und das Potenzial der Wissenschaften der Archive gründlich erforscht, zeigt die wesentliche historische Dimension der Wissenschaften auf und fügt den aktuellen Debatten über die Nutzung von Big Data in der Wissenschaft eine dringend benötigte langfristige Perspektive hinzu.