Bewertung:

John Deweys „Reconstruction in Philosophy“ bietet eine kritische Auseinandersetzung mit der traditionellen Philosophie und plädiert für einen pragmatischen Ansatz, der sich auf Probleme des wirklichen Lebens und die wissenschaftliche Methode konzentriert. Das Buch ist eine leicht zugängliche Einführung in Deweys Ideen und die Philosophie des Pragmatismus und betont die Relevanz der Philosophie für die Lösung zeitgenössischer Probleme. Obwohl es für seine Einsichten und seine Klarheit hoch gelobt wird, hatten einige Leser Probleme mit dem Text, z. B. mit fehlenden Seiten.
Vorteile:⬤ Umfassende Einführung in John Dewey und den Pragmatismus.
⬤ Klar und verständlich geschrieben, so dass es auch für Anfänger geeignet ist.
⬤ Bietet eine neue Perspektive auf traditionelle philosophische Probleme, indem es sich auf Fragen aus der Praxis konzentriert.
⬤ Befasst sich mit einer Vielzahl von Themen und zeigt die Verflechtung von Philosophie und anderen Bereichen des Denkens.
⬤ Hoch angesehen als ein Hauptwerk der Philosophie und Geistesgeschichte.
⬤ In einigen Ausgaben sollen ganze Seiten oder Absätze fehlen, was zu Unzufriedenheit führt.
⬤ Deweys Philosophie kann aufgrund ihrer Tiefe und der ineinander verflochtenen Ideen schwierig zu erfassen sein.
⬤ Einige Leser fanden das Buch uneinheitlich in seiner Darstellung.
(basierend auf 16 Leserbewertungen)
Reconstruction in Philosophy
John Dewey (20. Oktober 1859 - 1. Juni 1952) war ein amerikanischer Philosoph, Psychologe und Bildungsreformer, dessen Ideen die Bildung und die Sozialreform beeinflusst haben. Er gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Gelehrten in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts.
Das übergreifende Thema von Deweys Werken war sein tiefer Glaube an die Demokratie, sei es in der Politik, der Bildung oder der Kommunikation und dem Journalismus. Dewey selbst erklärte 1888, als er noch an der Universität von Michigan lehrte: "Demokratie und das eine, ultimative, ethische Ideal der Menschheit sind für mich Synonyme". Dewey, der für sein Eintreten für die Demokratie bekannt war, betrachtete zwei grundlegende Elemente - Schulen und die Zivilgesellschaft - als wichtige Themen, die der Aufmerksamkeit und des Wiederaufbaus bedürfen, um experimentelle Intelligenz und Pluralität zu fördern. Dewey vertrat die Ansicht, dass eine vollständige Demokratie nicht nur durch die Ausweitung des Wahlrechts erreicht werden kann, sondern auch durch die Gewährleistung einer vollständig gebildeten öffentlichen Meinung, die durch die Kommunikation zwischen Bürgern, Experten und Politikern erreicht wird, wobei letztere für die von ihnen verfolgte Politik verantwortlich sind.
Dewey war einer der wichtigsten Vertreter der Philosophie des Pragmatismus und gilt als einer der Väter der funktionalen Psychologie. Sein 1896 veröffentlichter Aufsatz "The Reflex Arc Concept in Psychology" gilt als das erste Hauptwerk der funktionalistischen Schule (Chicago). In einer 2002 veröffentlichten Umfrage der Zeitschrift Review of General Psychology wurde Dewey auf Platz 93 der meistzitierten Psychologen des 20. Jahrhunderts eingestuft.
Dewey war auch ein bedeutender Bildungsreformer des 20. Jahrhunderts. Als bekannter öffentlicher Intellektueller war er eine wichtige Stimme der progressiven Bildung und des Liberalismus. Während seiner Zeit als Professor an der University of Chicago gründete er die University of Chicago Laboratory Schools, an denen er seine fortschrittlichen Ideen zu pädagogischen Methoden anwenden und testen konnte. Obwohl Dewey vor allem für seine Veröffentlichungen über Erziehung bekannt ist, schrieb er auch über viele andere Themen, darunter Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik, Kunst, Logik, Gesellschaftstheorie und Ethik. (wikipedia.org)