
Charging Interest: Medieval Wisdom for a Modern Financial Crisis
Charging Interest untersucht die gegenwärtigen ausbeuterischen Finanzpraktiken durch die Brille von Martin Luthers brisantem Traktat "Ermahnung an den Klerus, gegen den Wucher zu predigen". "Dieser 1540 verfasste und von Michael T. Grzonka neu übersetzte Traktat befasst sich mit dem wachsenden Problem des Wuchers (Geldverleihs) in Luthers Zeit und Umfeld. Die Wittenberger Obrigkeit beklagte ihre Ohnmacht angesichts von Armut, Hungersnot, ungeheuerlicher Hortung und Wucher. Luther forderte die Pfarrer auf, den Kreditgebern entgegenzutreten, die ausbeuterische Zinssätze verlangten und viele zu einem Leben in ständiger Armut und Hunger verdammten.
Luther ging so weit, dass er die ausbeuterischen Kreditgeber aufforderte, ihre Praktiken zu bereuen, und wenn sie sich weigerten, sie vom Gottesdienst und von der Teilnahme an den Sakramenten auszuschließen und sich zu weigern, Beerdigungsdienste zu leisten. Kleriker, die diese Praktiken nicht verurteilten, riskierten das Urteil Gottes.
Michael Grzonka bietet eine ausführliche Einführung und eine neue Übersetzung von Luthers Traktat sowie Überlegungen zu treuen und ethischen Reaktionen auf ungerechte Finanzpraktiken in unserer Zeit. Ein ausführlicher Studienführer wirft Schlüsselfragen zur Überprüfung auf und hilft den Lesern, darüber nachzudenken, wie Luthers Text noch immer Probleme in der heutigen Welt ansprechen kann. Der renommierte Historiker und Reformationsgelehrte Carter Lindberg liefert ein Vorwort zu diesem Thema, das Martin Luther bei mehr als einer Gelegenheit angesprochen hat.