Bewertung:

Die Insel Sachalin“ von Tschechow ist ein fesselnder und detaillierter Bericht über die Reise des Autors durch eine düstere Strafkolonie in Russland. Das Buch wird für seine aufschlussreichen Beobachtungen über den menschlichen Zustand, die Lebensbedingungen der Gefangenen und die sozialen Probleme der damaligen Zeit gelobt. Es wird jedoch bemängelt, dass der Schreibstil manchmal unbeholfen wirkt und das Fehlen von Fußnoten den Lesegenuss beeinträchtigt. Karten hätten auch das Verständnis von Tschechows Reisen verbessert.
Vorteile:⬤ Faszinierender Inhalt
⬤ Hervorragende Übersetzung von Brian Reeve
⬤ Umfangreiche Anmerkungen und Fotos
⬤ Aufschlussreiche soziale Kommentare
⬤ Gut recherchierte und anschauliche Texte
⬤ Fesselnde Darstellung des Lebens in einer Strafkolonie
⬤ Hebt den kulturellen und historischen Kontext hervor.
⬤ Der Schreibstil ist manchmal etwas umständlich
⬤ viele unbrauchbare Fußnoten
⬤ fehlende Karten, um Tschechows Reise zu verfolgen
⬤ einige Beschreibungen können sich wiederholen.
(basierend auf 28 Leserbewertungen)
Sakhalin Island
Im Jahr 1890 unternahm der dreißigjährige Tschechow, der bereits wusste, dass er an Tuberkulose erkrankt war, eine beschwerliche elfwöchige Reise von Moskau durch Sibirien zur Strafkolonie auf der Insel Sachalin.
Hier sind nun in einem Band die vollständig kommentierten Übersetzungen seiner Eindrücke von der Reise durch Sibirien und der Bericht über seinen dreimonatigen Aufenthalt auf der Insel Sachalin zusammen mit seinen Notizen und Auszügen aus seinen Briefen an Verwandte und Bekannte versammelt. Die Insel Sachalin ist sowohl als detaillierte Darstellung des zaristischen Systems der Strafkolonie als auch als Einblick in Tschechows Beweggründe und Ziele für den Besuch der Kolonie und das Verfassen des Exposés äußerst wertvoll und ein eindringliches Werk, das sowohl auf Tschechows Karriere als auch auf die russische Gesellschaft großen Einfluss hatte.