Bewertung:

Emile Zolas „La Débâcle“ ist ein fesselnder historischer Roman, der den Deutsch-Französischen Krieg und seine verheerenden Auswirkungen auf Frankreich eindringlich schildert. Die Erzählung fängt das Chaos des Krieges durch gut gezeichnete Charaktere und detaillierte Beschreibungen ein und kontrastiert die Brutalität des militärischen Konflikts mit den Erfahrungen der einfachen Menschen. Obwohl viele Leser den Tiefgang und die Einblicke in die menschliche Natur zu schätzen wissen, empfinden manche das Buch aufgrund seiner Komplexität und seines Tempos als langweilig oder schwierig zu lesen.
Vorteile:⬤ Detaillierte und fesselnde historische Erzählung
⬤ starke Charakterentwicklung
⬤ anschauliche Darstellung der Brutalität des Krieges und seiner Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung
⬤ aufschlussreiche Erforschung der menschlichen Natur und der Beziehungen während eines Konflikts
⬤ gilt als Klassiker der Kriegsliteratur.
⬤ Einige Leser finden es langweilig und übermäßig kompliziert
⬤ Probleme mit dem Tempo und sich wiederholende Sprache
⬤ erfordert möglicherweise Hintergrundwissen über den Deutsch-Französischen Krieg, um das Buch vollständig zu verstehen.
(basierend auf 33 Leserbewertungen)
Debacle
Jean Macquart, konservativ und aus der Arbeiterklasse stammend, ist ein erfahrener Soldat mittleren Alters in der französischen Armee, der einen tiefen persönlichen Verlust erlitten hat. Als er zum ersten Mal den wohlhabenden und temperamentvollen Maurice Levasseur trifft, der nie gelitten zu haben scheint, ist sein Hass sofort groß.
Doch als sie während des verheerenden französisch-preußischen Krieges 1870/71 aufeinandertreffen, sind sie gezwungen, einander zu verstehen. Sie schließen eine tiefe Freundschaft und müssen gemeinsam einen chaotischen und brutalen Krieg, die grausame Zerstörung des zweiten französischen Kaiserreichs und den Sturz Napoleons III. überstehen.
Das Debakel, einer der größten Kriegsromane überhaupt, ist der neunzehnte Roman aus Zolas großem Rougon-Macquart-Zyklus. Es ist nicht nur eine eindringliche und bewegende Geschichte einer engen Freundschaft, sondern auch eine faszinierende Chronik der Ereignisse, die, wie Zola selbst sagte, zum „Mord an einer Nation“ führen sollten.