
A Collection of Greek and Roman Mythology Tales
Erst Griechenland, dann Rom - die Griechen waren nicht das einzige Volk, das Mythen schuf. Auch die Römer hatten eine reichhaltige eigene Mythologie, die zwar größtenteils von ihren Nachbarn, den Griechen, abgeleitet war, aber dennoch die reiche Geschichte des römischen Volkes prägte, das sich schließlich zu einem Imperium entwickelte.
Mythen spiegeln die Weltanschauung der Antike wider. Sie erscheinen oft als einfache Geschichten mit tapferen Helden, Jungfrauen in Not und einer Schar allmächtiger Götter. Die Götter der Griechen und Römer waren anthropomorph und wiesen viele menschliche Eigenschaften wie Liebe, Hass und Eifersucht auf.
Daher konnten sich die Menschen in Rom und Griechenland in diesen Geschichten wiedererkennen und ihre Beziehung zur übrigen Welt sowie ihre Verbindung zu den Göttern verstehen.
Die Lektion, die es zu lernen galt, war oft, dass man seinem Schicksal mit Stärke, Entschlossenheit und Edelmut begegnen muss. Diese Mythen befähigten den Einzelnen, sich gegen die Übel und Nöte eines unversöhnlichen Universums zu behaupten.
Trotz ihrer ständigen Meinungsverschiedenheiten und Kämpfe mussten die Götter und die Menschen gemeinsam gegen die "Ungeheuer und Riesen" der Welt oder, einfacher ausgedrückt, gegen die "Kräfte der Unordnung und der mutwilligen Zerstörung" bestehen. Mythen, ob griechisch oder römisch, die sich mit der Beziehung zwischen den Göttern und den Menschen befassen, unterscheiden sich in dieser Hinsicht von Märchen und Volkserzählungen. Für alle Menschen machten die Mythen in vielerlei Hinsicht das Leben erträglich, indem sie Sicherheit boten.
Sie sollten nicht als einfache Geschichten betrachtet werden, denn sowohl in Griechenland als auch in Rom behandelten sie wichtige Themen: die Erschaffung der Welt, das Wesen von Gut und Böse und sogar das Leben nach dem Tod. Und aus diesem Grund haben diese Geschichten die Zeit überdauert und sind Teil unserer heutigen Kultur geworden. Man braucht sich nur die Namen unserer Planeten anzuschauen, um dies zu erkennen: Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Neptun, Uranus und sogar der arme kleine Pluto sind alle nach römischen Göttern benannt.
Das Buch enthält 106 Erzählungen aus der griechischen und römischen Mythologie.